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ORGELMANAGEMENT IN EUROPA SEIT 1990 • CD- UND DVD-LABEL

Marie-Claire Alain wurde durch Ihre Konzerte, Meisterkurse und zahlreichen Aufnahmen schnell zu einer führenden Figur der Orgelwelt. Sie wurde in St. Germain-en-Laye nahe Paris, in eine Musikerfamilie hineingeboren und studierte Musik am Conservatoire National Supérieur in Paris, wo sie vier erste Preise gewann, später gefolgt von einigen Auszeichnungen bei Internationalen Wettbewerben.
Sie hat viele Tourneen gemacht, gab bisher über 2000 Konzerte, sowohl als Solistin als auch mit Orchesterbegleitung. Die Kritiken heben immer die leuchtende Klarheit, intensive und lebhafte Musikalität und ihre Registrierkunst hervor.
Marie-Claire Alain’s beeindruckende Liste von Aufnahmen enthält u.a. die kompletten Orgelwerke von J.S.Bach, Buxtehude, Bruhns, Böhm, Couperin, Grigny, Daquin, Pachelbel, Mendelssohn, C. Franck, Jehan Alain, und die Konzerte von Poulenc, Handel, J.S. Bach, C.P.E. Bach, Haydn, Mozart und Vivaldi; und haben ihr bisher über 15 Grands Prix du Disque eingebracht. Einige andere CD’s widmete sie Komponisten wie Liszt, Widor und Vierne. Die Stadt Lübeck ehrte Marie-Claire Aalin für ihre Arbeit speziell zum Thema Alte Musik mit dem Buxtehude-Preis. In Budapest gewann sie den Franz-Liszt-Preis und in Kopenhagen wurde sie von der Leonie Sonning Foundation mit dem Danish-Dannebrog-Orden ausgezeichnet. Als Mitglied der “Swedish Royal Academy of Music”, ist Marie-Claire Alain Doktor in Honoris Causa der Colorado State University und der Southern Methodist University (Dallas, Texas). In Frankreich ist sie Mitglied der Légion d’Honneur.

Dr. Michael Belotti, geboren 1957, studierte Kirchenmusik und Musikwissenschaft in Freiburg im Breisgau. Er veröffentlichte zahlreiche Aufsätze zur Tastenmusik des 17. Jahrhunderts sowie kritische Editionen der Orgelwerke von D. Buxtehude, J. Praetorius und J. Pachelbel. Zur Zeit ist er als Kirchenmusiker in Freiburg im Breisgau tätig.

Frédéric Blanc steht in der direkten Nach­folge und Tradition von Maurice und Made­leine Duruflé. Als ehemaliger Meisterschüler von Mmd. Duruflé und künstlerischer Leiter der Duruflé-Gesellschaft bewohnt Frederic Blanc heute die Duruflé-Wohnung in Paris samt originaler Hausorgel. Frédéric Blanc, geboren 1967, ist Preisträger bei zahlreichen Orgelwettbewerben u.a. in Straßburg, Dallas, Nürnberg, Chartres, Paris. Von 1987 bis 1995 ist Frédéric Blanc Orgel­assistent an der Basilika in Toulouse, und später Dozent am Conservatoire in Bordeaux. Januar 1999 wurde Frédéric Blanc Titularorganist an der großen Cavaillé-Coll-Orgel der Kirche Notre-Dame-d´Auteuil in Paris. Seine Improvisations-CDs wurden von den internationalen Rezensenten aufs höchste gelobt, die in F. Blanc einen der hervorragendsten Improvisatoren der neueren französischen Orgelschule sehen in der Tradition von Dupré, Duruflé und Cochereau. www.frederic-blanc.fr

Ullrich Böhme wurde im sächsischen Vogtland geboren. Die wertvolle Barockorgel seines Heimatortes Rothenkirchen, an der er bereits 13jährig den Organistendienst versah, weckte in ihm Begeisterung für die „Königin der Instrumente“. Deshalb studierte er von 1972 bis 1979 an der Kirchenmusikschule Dresden bei Hans Otto und an der Hochschule für Musik Leipzig bei Wolfgang Schetelich. Nach dem Staatsexamen wirkte er bis 1986 als Kantor und Organist an der Kreuzkirche Chemnitz.
Im Bachjahr 1985 wurde Ullrich Böhme unter vielen Bewerbern zum Leipziger Thomasorganisten gewählt. Darüber hinaus führen ihn Konzertreisen regelmäßig in viele Länder Europas, nach Nordamerika und nach Japan. Rundfunk- und Fernsehanstalten aus dem In- und Ausland produzierten Aufnahmen mit ihm.
Ullrich Böhme wird in Jurys bedeutender internationaler Orgelwettbewerbe eingeladen und erhielt 1989 den Kritikerpreis der Leipziger Kulturjournalisten. Ullrich Böhme unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und gibt Interpretationskurse im In- und Ausland. 1994 wurde er zum Professor ernannt.

Jörg-Andreas Bötticher wurde 1964 in Berlin geboren, studierte alte Musik an der Schola Bailiensis und legte 1987 sein Diplom für Orgel (bei Jean-Claude Zehnder) sowie 1990 für Cembalo (bei Andreas Stainer) ab. Er übt eine rege Konzerttätigkeit als Solist und ist in verschiedenen Ensembles (u.a. mit La Fenice, der Freitagsakademie und As Fontes) aus und ist Organist an der Predigerkirche Basel. Seine musikwissenschaftlichen Forschungen fanden Niederschlag u.a. in Veröffentlichungen im Bachjahrbuch und im neuen MGG-Lexikon. Jüngst erschienen seine ersten CD-Soloproduktionen. Seit 1997 leitet er eine Cembaloklasse an der Schola Cantorum und unterrichtet Aufführungspraxis an der Hochschule für Musik in Basel. Er ist Organist an den drei historischen Orgeln der Predigerkirche Basel und Mitinitiator der Reihe "Bachkantaten in der Predigerkirche". www.scb-basel.ch/index/111738

Ingo Bredenbach (* 1959 in Wuppertal) ist ein deutscher Organist und Kirchenmusiker. Er ist seit 1998 Professor für Orgelliteraturspiel und Orgelspiel zum Gottesdienst und lehrt in Tübingen an der Hochschule für Kirchenmusik, der er seit 1998 auch als Rektor vorsteht.
Noch als Jugendlicher erhielt er seinen ersten Orgelunterricht (1976) und betätigte sich bereits ein Jahr darauf (1977) als Kirchenmusiker in der Bergischen Diakonie Aprath. Bredenbach studierte ab 1979 Evangelische Kirchenmusik an der Folkwang-Hochschule in Essen; dabei führte er sein kirchenmusikalisches Engagement in Aprath weiter bis 1983, um dann als Kantor in Meerbusch-Lank tätig zu sein (1983–87). Während dieser Zeit schloss er sein Studium ab mit dem A-Examen (1985), dem sich dann im Jahr darauf ein Wechsel nach Süddeutschland anschloss: Von 1983 bis 1999 fungierte er in Nagold als Bezirkskantor, wobei er aber bereits von 1991–95 in Esslingen am Neckar als Dozent an der dortigen Hochschule für Kirchenmusik das Fach Orgel lehrte. Im Jahr darauf, 1996, wurde er ernannt zum Kirchenmusikdirektor und trat dann im Oktober 1998 seine gegenwärtige Stelle an als Professor und Rektor der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. www.ingo-bredenbach.de

Dr. Hermann J. Busch (1943-2010) studierte Musikwissenschaft, Kirchen- und Schulmusik, Neuere Geschichte und Psychologie an den Universitäten Mainz und Münster. Er war bis 2008 Professor für Musikwissenschaft an der Universität Siegen und hatte Lehraufträge für Orgelkunde, Orgelgeschichte, Orgelspiel und Orgeldidaktik an den Musikhochschulen Köln, Detmold und Mainz inne.1973-1993 war er Chefredakteur der Zeitschrift Ars Organi.
Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte von Orgelmusik, Orgelspiel und Orgelbau, insbesondere im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Er hat zahlreiche Beiträge zu Orgelthemen verfasst, mehrere Standardwerke zur Orgelmusik und Orgelinterpretation sowie das „Lexikon der Orgel“ mit herausgegeben und über 40 Neueditionen von Orgelmusik vorgelegt. Außerdem war er als Experte bei Orgelrestaurierungen und Orgelneubauten tätig. http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Josef_Busch

Marie-Bernadette Dufourcet-Hakim wurde in Bayonne (F) geboren. Sie studierte im Konzertfach Orgel bei Susan Landale, Marie-Claire Alain und Jean Langlais. Am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique komplettierte sie ihre Studien in den Fächern Orgel, Improvisation, Harmonielehre, Kontrapunkt, Fuge, Instrumentation und Orchestration. Sie wirkt als Titularorganistin der Cavaillé-Coll-Orgel von Notre-Dame-des-Champs, Paris. www.najihakim.com/mbd/

Stefan Engels studierte kath. Kirchenmusik am St. Gregorius-Haus, Aachen (1986 B-Examen), und an der Hochschule für Musik, Düsseldorf (1990 A-Examen, 1991 Konzertexamen Orgel). Zu seinem Instrumenallehrern gehörten Prof. Wolfgang Seifen, Prof. G.-F. Schenk und Prof. Paul Heuser. Von 1987-1990 Kantor an St. Cornelius in Viersen-Dülken. 1991-1992 Dirigentenstudium bei Prof. Johannes Hömberg an der Musikhochschule Köln. 1993-1996 weiterführende Studien (Orgel und Musikwissenschaft) in den USA bei Prof. Dr. Robert T. Anderson und Prof. Wofgang Rübsam. 1995-1996 Universitätsorganist an der Northwestern University in Chicago. Internationale Konzerttätigkeit. CD Produktionen für Naxos. 1994 erste Preise beim Orgelwettbewerb in San Antonio/Texas und beim Hochschulwettbewerb der Southern Methodist University in Dallas/Texas. 1996 Finalist im "American Guild of Organists National Organ Competition" in New York. 1998 Finalist im "Calgary International Organ Competition" in Calgary/Canada. Umfangreiche Tätigkeit als Cembalist. Juni 1997-1999 war er Organist an der Fourth Presbyterian Church in Chicago. 1999-2005 war er Professor für künstlerisches Orgelspiel am Westminster Choir College in Princeton (USA). Seit dem Wintersemester 2005/06 ist er Professor für künstlerisches Orgelspiel an der HMT Leipzig. Er arbeitet z. Zt. Weltersteinspielung des Gesamtwerks für Orgel von Sigfrid Karg-Elert (Priory Label / England). www.hmt-leipzig.de/index.php?liste_lehrende&ma_id=1307

Hans-Ola Ericsson wurde 1958 in Stockholm geboren. Er studierte Musik in Stockholm und Freiburg und setzte später seine Ausbildung in den USA und Venedig fort. Unter seinen Lehrern waren Torsten Nilsson, Klaus Huber, Brian Ferneyhough, Edith Picht-Axenfeld, Zsigmond Szathmáry und Luigi Nono am einflussreichsten. Hans-Ola Ericsson konzertierte in ganz Europa sowie in Japan, Kanada und den USA. Seine hohe Interpretationskunst ist auf zahlreichen Tonträgern dokumentiert, darunter die hochgelobte Gesamteinspielung des Orgelwerkes von Olivier Messiaen.
1989 wurde Ericsson zum Professor an der Hochschule für Musik in Pitea und an der Universität zu Lulea, Schweden, ernannt. Ericsson leitet Interpretations- und Kompositionskurse in Europa und den USA. Im Sommer 1990 unterrichtete er bei den Darmstädter Sommerkursen für neue Musik. Im selben Jahr wurde ihm der angesehene Kranichsteiner Musikpreis verliehen. Er arbeitete unter anderen eng mit John Cage, György Ligeti und Olivier Messiaen zusammen, um ihre Werke für Orgel zu interpretieren. Hans-Ola Ericsson ist auch als Fachberater bei der Renovierung bedeutender historischer Orgeln gefragt. 1996 wurde Hans-Ola Ericsson als Gastprofessor an die Hochschule für Künste in Bremen berufen. http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Ola_Ericsson

Thierry Escaich absolviert seine musikalischen Studien am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris, wo er 8 Premiers Prix erhält : Harmonie, Kontrapunkt, Fuge, Orgel, Orgelimprovisation, Analyse, Komposition und Orchestration.
Seine Werke werden mit internationalen Preisen belohnt, wie 1989 mit dem 1er Prix André Jolivet oder 1990 mit dem Prix de la Fondation franco-américaine Florence Blumenthal, den er einstimmig von der Jury - bestehend aus Persönlichkeiten wie Henri Dutilleux, Maurice Ohana, Eliot Carter, Manuel Rosenthal ... - zuerkannt bekommt. Das Institut de France verleiht ihm 1994 den Prix Nadia et Lili Boulanger. Von der Sacem erhält er zwei Preise für sinfonische Musik: 1993 den Prix Hervé Dugardin und 1999 den Prix Georges Enesco.
Thierry Escaich tritt zusätzlich zu seiner Komponistentätigkeit als Konzertorganist auf.
Nachdem er 1991 den Improvisationspreis des Concours International de Strasbourg gewonnen hat, wird er 1997 zum Titularorganisten von St-Etienne-du-Mont in Paris, und somit zum Nachfolger von Maurice Duruflé ernannt. http://thierryescaich.artistes.universalmusic.fr/
        

Jürgen Essl ist Professor an der Musikhochschule Stuttgart. Er studierte Kirchenmusik in Köln und Stuttgart, in Bordeaux Orgel und Improvisation bei Francis Chapelet sowie in Wien bei Michael Radulescu. Neben einer internationalen Unterrichts- und Konzerttätigkeit, insbesondere im Bereich Improvisation, ist er als Komponist und Bearbeiter von Orgel-, Chor- und Klavierwerken tätig, die in mehreren führenden Verlagshäusern erscheinen. 2003 wurde er mit dem Kompositionspreis Kirchenmusik in Baden-Württemberg ausgezeichnet. www.juergen-essl.de

Lorenzo Ghielmi unterrichtet Orgel und Kammermusik in der Abteilung Alte Musik an der Accademia Internazionale della Musica di Milano.  In 2000 und 2001 Gastprofessor an der Hochschule für Musik in Lübeck. 1991 wurde er Organist der Basilica San Simpliciano (Ahrend-Orgel), wo er das gesamte Bach-Orgelwerke in 20 Konzerten gespielt hat. Er hat in ganz Europa, Japan, und den Vereinigte Staaten konzertiert, spielte als Solist, mit dem Ensemble "Il Giardino Armonico" und mit seinem Bruder Vittorio (Viola da Gamba) zahlreiche Aufnahme für Rundfunk und Schallplatte ein (Teldec, Deutsche Harmonia Mundi, Ars Musici, Winter &Winter). Man hat ihn oft in die Jury internationaler Orgelwettbewerbe (Toulouse, Milano , Schweizerisches -Orgelwettbewerb, Tokyo, Bruges, Freiberg, Maastricht, Lausanne, Nuernberg u.a.) berufen. Er hat verschiedene Orgelmeisterkurse und Vorträge, besonders über Italienische Musik und Johann Sebastian Bach gehalten. www.scb-basel.ch/index/111962  

Roland Götz stammt aus München. 1972 gründete er das studio XVII augsburg, eine Reihe thematischer Konzerte, Interpretationsseminare und eines Schallplattenlabels, das mehrfach ausgezeichnet wurde. Als Spezialist für Tastenmusik von der Gotik bis in die galante Zeit gibt er viele Konzerte im In- und Ausland, bis hin nach Finnland und Japan. Götz pflegt in Konzerten und Einspielungen intensiven Umgang mit vielen berühmten historischen Orgeln. Oft ist er aber auch mit eigenen Instrumenten unterwegs. www.studio-xvii-augsburg.de

Naji Hakim wurde 1955 in Beirut geboren und ist heute einer der bedeutendsten Vertreter der großen französischen Tradition von Organisten, Komponisten, Improvisateure. Er studiert u. a. bei Jean Langlais, Roger Boutry, Jean-Claude Henry und Rolande Falcinelli. Er war von 1985 bis 1993 Titularorganist in der Basilika Sacre Coeur, Paris und wurde 1991 Nachfolger von Olivier Messiaen in St. Trinité, Paris. www.najihakim.com

Robert Hill, amerikanischer Cembalist und Fortepianist, ist seit 1990 Professor für historische Tasteninstrumente und historische Aufführungspraxis an der Stattlichen Hochschule für Musik Freiburg. Er studierte zunächst Cembalo bei Gustab Leonhardt am Sweelinck-Conservatorium in Amsterdam, 1987 machte er seinen Doktor an der Harvard-Universität (Cambridge, Massachusetts/USA) mit einer musikwissenschaftlichen Arbeit über J.S. Bachs frühe Kompositionen für Tasteninstrumente. Von 1986 bis 1990 war Robert Hill Professor für Musikwissenschaft und Aufführungspraxis an der Duke-Universität (Durham, North Carolina/USA). www.bach-cantatas.com/Bio/Hill-Robert.htm

Michael Kapsner (geb. 1961) studierte in Wien und Freiburg Orgel (Michael Radulescu und Ludwig Doerr), Klavier, Dirigieren und Kirchenmusik. Von 1988 bis 1994 wirkte er als Kirchenmusiker in Freiburg, wo er u. a. den gregorianischen Choral am Freiburger Münster betreute. Von 1993 bis 1999 war er künstlerischer Leiter des Freiburger Oratorienchores, mit dem er neben großen Standardwerken auch selten aufgeführte Werke wie z. B. "Les Béatitudes" von César Franck, den 100. Psalm von Max Reger oder "Das Gesicht Jesajas" von Willy Burkhard zur Aufführung brachte. Als Dirigent arbeitete er mit Ensembles wie der Württembergischen Philharmonie, den Münchner Symphonikern, der Kammerphilharmonie Karlsruhe oder dem Regensburger Kammerorchester zusammen. Von 1994 bis 2001 unterrichtete Michael Kapsner Orgel und Liturgisches Orgelspiel an der Musikhochschule Trossingen. Von Oktober 2000 bis Ende September 2004 wirkte er als Professor für Orgel und Improvisation an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Kapsner, der heute als Professor für Kirchenmusik und Orgel in Weimar lehrt, gewann mehrere internationale Preise, darunter 1985 den "Bachpreis Brügge". www.hfm-weimar.de/v1/studium/institute/fk3/schulmusik_kirchenmusik/Professoren/Kapsner_Michael.php

Ewald Kooiman (Amsterdam), geboren 1938, studierte Orgel in Amsterdam und Paris und ist außerdem habilitierter Romanist. Neben zahlreichen Rundfunk- und Fernsehauftritten war er weltweit als Konzertorganist tätig. Seine Schallplatten- und CD-Einspielungen umfassen u.a. zweimal das gesamte Orgelwerk Bachs auf historischen Orgeln. Er war Professor für Orgelkunst an der Freien Universität Amsterdam; an der Internationalen Sommerakademie in Haarlem unterrichtete er die Interpretation der Orgelwerke Bachs. Ewald Kooiman war Gastprofessor an Universitäten in mehreren Ländern Europas, in Südafrika und Korea. Als Herausgeber hat er mehr als 50 Bände Orgelmusik aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert veröffentlicht. Auch hat er viele Veröffentlichungen zu Fragen der Interpretation publiziert. Ewald Kooiman starb unerwartet am 25. Januar 2009 während eines Urlaubsaufenthalts in Ägypten. www.ewaldkooiman.com

Ton Koopman gehört zu den derzeit gefragtesten Experten und Interpreten im Bereich der Alten Musik. Seine Leistungen als Organist, Dirigent und Cembalist gelten weltweit als wegweisend. Er studierte in Amsterdam Orgel, Cembalo und Musikwissenschaften. Ton Koopman hat eine Professur für Cembalo am Königlichen Konservatorium in Den Haag und ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London. Im Bachjahr 2000 wurde Ton Koopman von der Universität Utrecht die Ehrendoktorwürde für seine Verdienste um das Lebenswerk Johann Sebastian Bachs verliehen. www.tonkoopman.nl

Olivier Latry wurde 1985 im Alter von nur 23 Jahren zum Titularorganisten von Notre Dame de Paris berufen. Schallplatteneinspielungen mit Werken von J.S.Bach, W.A. Mozart, R. Schumann, Widor, Vierne, Durufle und G. Litaize. Spezialisierung auf das Werk von O. Messiaen und Herausgabe eines Buches zusammen mit Loic Mallié. Olivier Latry ist Professor am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris. www.bach-cantatas.com/Bio/Latry-Olivier.htm

Torsten Laux erhielt ersten Orgelunterricht bei Otfried Miller und studierte an der Musikhochschule in Frankfurt/Main Kirchenmusik bis zur A-Prüfung 1989 (Orgelliteraturspiel bei Hans-Joachim Bartsch, Improvisation bei Reinhardt Menger und Gerd Wachowski) und Orgel (Künstlerische Ausbildung bei Edgar Krapp) bis zum Konzertexamen 1992.
Von 1994 bis 1996 folgten weitere Studien bei Daniel Roth (Paris) und Bernhard Haas (Stuttgart) an der Musikhochschule Saarbrücken. Weitere Anregungen erhielt er durch Meisterkurse bei Jos van der Kooy (Haarlem), Petr Eben (Prag), Peter Planyavsky (Wien) u.a.
Von 1995 bis 1999 war Torsten Laux Kantor und Organist der Ev. Dankeskirche Bad Nauheim, seit 1993 ist er außerdem Dozent für Orgelimprovisation an der Hochschule für Kirchenmusik in Bayreuth.
Zum Sommersemester 1999 erhielt er einen Ruf als Professor für Orgel (Literaturspiel und Improvisation) an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. www.torsten-laux.de

Ludger Lohmann studierte an Musikhochschule und Universität Köln Schul- und Kirchenmusik, Musikwissenschaft, Philosophie und Geographie. Seine Lehrer waren Wolfgang Stockmeier (Orgel) und Hugo Ruf (Cembalo). Weitere Orgelstudien führten ihn zu Anton Heiller nach Wien und Marie-Claire Alain nach Paris.
Bei mehreren internationalen Orgelwettbewerben erhielt er Preise, u.a. ARD-Wettbewerb München 1979 und Grand Prix de Chartres 1982.
1981 erschien seine vielbeachtete musikwissenschaftliche Dissertation "Artikulation auf den Tasteninstrumenten im 16.–18. Jhd.".
Seit einigen Jahren liegt sein Forschungsinteresse im Bereich der romantischen Orgelmusik. Von 1979–1984 unterrichtete Ludger Lohmann Orgel an der Musikhochschule Köln, seit 1983 lebt und arbeitet er in Stuttgart als Professor an der Musikhochschule. Daneben ist er regelmäßig als Organist an der kath. Domkirche St. Eberhard zu hören.
Er konzertiert weltweit; Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen dokumentieren seine Repertoirevielfalt mit den Schwerpunkten alte und romantische Orgelmusik. Ludger Lohmann ist ein gefragtes Jurymitglied vieler internationaler Orgelwettbewerbe. www.ludgerlohmann.de

Dr. Kurt Lueders studierte an der Yale University und setzte sein Musikstudium in Paris unter der Leitung von M. Duruflé, E. Souberbielle, A. Fleury und St. Caillat fort. Zur Zeit schreibt er an der Sorbonne seine Doktorarbeit über das Leben und Werk von A. Guilmant (1837-1911). Als Spezialist der Orgel und ihres Repertoires im 19. Jhdts. ist Kurt Lueders mit Konzerten, Vorträgen, Meisterkursen, Plattenaufnahmen, Aufsätzen sowie Neuausgaben von zu Unrecht vergessenen Meistern hervorgetreten. Er ist z. Z. Organist an der reformierten Heilig-Geist-Kirche (Saint-Esprit) in Paris und Orgeldozent am Konservatorium von Plaisir (Yvelines), sowie Lehrbeauftragter an der Universität Paris-Sorbonne (Paris IV). Von 1986 bis 1999 war er als Sekretär der International Society of Organbuilders in der Nachfolge von Prof. Maarten A. Vente tätig.

Christophe Mantoux wurde 1961 in Paris geboren und absolvierte seine musikalischen Studien am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris als Student von Gaston Litaize. Er gewann Premiers Prix in den Fächern Harmonie und Kontrapunkt. 1984 war er Gewinner des Wettbewerbs „Grand Prix du Chartres“. Dies eröffnete ihm die Möglichkeit einer internationalen Karriere als Organist mit Konzerten in über 25 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika, Südkorea, Japan und er lernte zahlreiche verschiedene Instrumente kennen. Nach 20jähriger Tätigkeit an der Musikhochschule Conservatoire Strasbourg ist er seit September 2011 am Conservatoire régional und Pôle supérieur in Paris Professor für Orgel.
Von 1986 – 1992 war er Titulaire an der Kathedrale in Chartes und seit 1995 ist er Titulaire in Saint-Severin, Paris. Er wird regelmäßig als Juror, Dozent zu internationalen Festivals eingeladen.

Andrea Marcon (* 1963 in Treviso) ist Organist, Cembalist und Dirigent.Er war Cembalo- und Orgelschüler von V. Ussardi. Von 1983 bis 1987 studierte er an der Schola Cantorum Basiliensis. Daneben war er Schüler von L. F. Tagliavini, Hans van Nieuwkoop, Harald Vogel und Ton Koopman. 1985 Preisträger des Bach-Händel-Wettbewerbes in Brügge, 1986 des Orgelwettbewerbes Paul Hofhaimer in Innsbruck und 1991 des Cembalowettbewerbes von Bologna. 1986 erhielt er in Colmar den Regio-Förderpreis für Musik. Von 1983 bis 1997 war er Cembalist und Organist des von ihm gegründeten Ensembles für Alte Musik Sonatori della Gioiosa Marca. Er rief 1989 das Orgelfestival Città di Treviso e della Marca Trevigiana, 1990 die Orgelakademie von Castel Coldrano und 1995 die Orgelakademie Città di Treviso ins Leben. 1997 gründete er das Venice Baroque Orchestra, das sich der Aufführung barocker Opern widmet. Seit 1997 unterrichtet Marcon an der Schola Cantorium Basiliensis Cembalo und wirkt daneben als Gastdozent am Sweelink Conservatorium in Amsterdam. Außerdem gab er Seminare und Sommerakademien in ganz Europa und Meisterklassen an den Konservatorien von Hamburg, Karlsruhe, Göteborg, Malmö, Kopenhagen, Toulouse und London. http://de.wikipedia.org/wiki/Andrea_Marcon

Ben van Oosten wurde 1955 in Den Haag geboren. Er studierte Orgel und Klavier am Sweelinck Konservatorium in Amsterdam und in Paris. Zahlreiche und sehr erfolgreiche Konzertreisen führten Ben van Oosten schon seit 1970 in die maßgebenden Orgelzentren Europas, USA, Kanada und Russland, wo er als einer der bemerkenswertesten Orgelvirtuosen unserer Zeit hervorgetreten ist.
Neben seiner Konzerttätigkeit gibt Ben van Oosten Meisterkurse in Europa und den USA und ist er Professor für Orgel am Konservatorium in Rotterdam. Ben van Oosten beschäftigte sich eingehend mit der symphonischen französischen Orgelmusik. Seine Einspielungen der Orgelsymphonien von Alexandre Guilmant, Louis Vierne und Charles-Marie Widor wurden mit mehreren internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet (u.a. “Preis der deutschen Schallplattenkritik” und “Diapason d’Or”). Ausserdem ist er Autor der umfassenden Widor-Biographie “Charles-Marie Widor – Vater der Orgelsymphonie”.
Wegen seiner Verdienste um die französische Orgelkultur erhielt er 1980, 1987 und 1998 ehrenvolle Auszeichnungen durch die Société Académique “Arts, Sciences, Lettres” in Paris. Im Jahre 1998 erhob ihn die französische Regierung in den Rang des “Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres”. Ben van Oosten ist Titularorganist an der “Grote Kerk” in Den Haag und künstlerischer Leiter der “Internationalen Orgelwochen”, die alljährlich in dieser Kirche stattfinden. http://en.wikipedia.org/wiki/Ben_van_Oosten

Peter Planyavsky studierte in Wien Orgel und Kirchenmusik. Nach dem Abschluß seiner Studien praktizierte er ein Jahr lang bei einem Orgelbauer. 1969 bis 2005 war er am Wiener Stephansdom tätig (1983 bis 1990 als gesamtverantwortlicher Dommusikdirektor, sonst als Domorganist). Seit 1980 ist Peter Planyavsky ordentlicher Professor für Orgel und Improvisation an der Wiener Musikhochschule, außerdem seit 1996 Leiter der Abteilung für Kirchenmusik. Konzerte und Aufnahmen führten ihn in zahlreiche Länder Europas, nach Nordamerika, Fernost, Australien und Südafrika. Für seine Chorkompositionen erhielt er 1991 den Staatlichen Förderungspreis für Musik. Basisarbeit in der Kirchenmusik, Aufgaben als Orgelberater und Juror, Artikel in Fachzeitschriften und Schallplatteneinspielungen runden seine berufliche Tätigkeit ab. Als Dirigent ist Peter Planyavsky mit den großen Werken der Kirchenmusik hervorgetreten: So dirigierte er unter anderem Bachs h - Moll Messe und das Requiem von Duruflé.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner dirigentischen Tätigkeit gilt dem vernachlässigten Sektor der Konzerte für Orgel und Orchester. Werke: Orgelwerke, Messen und andere kirchenmusikalische Werke, Instrumentalwerke, Singspiele ("Hochzeit in Kana", Kirchenoper, 1998 - "Stich ins Tiroler Herz", 2005). Parodien: Der zufriedengestellte Autobus, 1985; Die Schaffnerin aus Liebe, 1987; Ankunftssymphonie, 1987; Cactus tragicus 2005. www.peterplanyavsky.at

Michael Radulescu (1943) stammt aus einer Musikerfamilie. 1956 Orgelstudium bei Victor Bickerich und ab 1957 Kompositionsstudium beim prominenten Reger - Schüler Mihail Jora.
Nach dem Besuch der Sommerakademien "Mozarteum" in Salzburg 1964 und 1965 und der Bekanntschaft Carl Orffs und Thrasybulos Georgiades' setzt er seine Studien an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien fort als Schüler A. Heillers (Orgel) und H. Swarowskys (Dirigieren).
Rege Konzerttätigkeiten in Europa, Nordamerika, Australien, Japan und Korea. Regelmäßig hält Radulescu Gastvorträge und Meisterkurse in Europa und Übersee, deren Schwerpunkt die Interpretation und Deutung des Werkes J.S. Bachs in seinem Bezug zu unserer Gegenwart darstellt.
Seit 1968 unterrichtet er Orgel an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Seit 1970 ist Radulescu als Juror bei internationalen Orgel- und Kompositions-Wettbewerben sowie als Herausgeber alter und ältester Orgelmusik tätig.
Im Februar 2004 schloß Michael Radulescu für die Stiftung Axiane in Porrentruy/ Schweiz die ohne jede technische Manipulation realisierte Einspielung des gesamten Orgelwerks von J.S. Bach auf der berühmten Orgel von Jürgen Ahrend (nach Gottfried Silbermann) in der ehemaligen Jesuitenkirche zu Porrentruy ab. http://members.inode.at/mi.radulescu/deutsch.html

Franz Raml absolvierte nach dem Abitur am musischen Anton-Bruckner-Gymnasium Straubing ein Studium in den Fächern Kath. Kirchenmusik (Abschluß A-Prüfung) und künstlerisches Hauptfach Orgel an den Musikhochschulen Detmold und München bei Klemens Schnorr. Darauf folgte ein dreijähriges Studium bei Ton Koopman in Amsterdam in den Fächern Barockorgel, Cembalo und Aufführungspraxis, das er 1990 mit dem Konzertexamen "Baroque-Organ" am Königlichen Konservatorium in Den Haag abschloß. Franz Raml ist Titularorganist an der großen historischen Holzhey-Orgel (1793) der ehem. Praemonstratenserabtei Rot a.d. Rot in Oberschwaben. Er konzertiert als Organist, Cembalist und Leiter des Hassler-Consorts und des German-Mozart-Orchestras, sowie als Kammermusikpartner am Hammerflügel. Franz Raml gibt Kurse zur instrumentalen und vokalen historischen Aufführungs-praxis und ist künstlerischer Leiter der ORGELAKADEMIE – OBERSCHWABEN, die an den großen Instrumenten von Gabler, Riepp und Holzhey arbeitet.
Von 1986-1990 war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 1998 erhielt er den Förderpreis der internationalen Bodenseekonferenz. Im Jahr 2005 war er Gastdozent in einem Seminar für historisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Theater München. www.hassler-consort.de

Almut Rößler absolvierte ein Studium an der nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold u.a. bei Michael Schneider und Gaston Litaize, Orgel, Hans-Richter-Haase, Klavier und Kurt Thomas, Dirigieren. Weiterführende Studien bei Gaston Litaize in Paris folgten.
Im Jahre 1967 ging sie als Nachfolgerin von Gerhard Schwarz an die Johanneskirche in Düsseldorf, an der sie bis 1997 als Kantorin und Organistin tätig war. Eine Lehrtätigkeit übernimmt sie seit 1959 an der Landeskirchenmusikschule. Im Jahre 1977 erfolgte ihre Ernennung zur Professorin an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Es existieren zahlreiche Schallplatteneinspielungen.
Uraufführungen der Werke von Jolivet, David, Baur, Kondo, Leitner, u. a. ; europäische Erstaufführung „Meditations sur le Mystere de la Sainte-Trinité“ von Olivier Messiaen, 1972; Uraufführung des „Konzerts für Orgel und Orchester" von Giselher Klebe, 1980 (A. R. gewidmet) Uraufführung (USA) und europäische Erstaufführung (Bonn), „Livre du Saint Sacrement“ von Olivier Messiaen, 1986

Daniel Roth begann seine Ausbildung am Conservatoire in Mulhouse. 1960 trat er in das Conservatoire de Paris ein, wo ihm fünf erste Preise zuerkannt wurden. Zu seinen Lehrern zählten unter anderem Maurice Duruflé und Rolande Falcinelli. Nach dem Abschluss seiner Studien am Konservatorium bereitete er sich bei Marie-Claire Alain auf internationale Wettbewerbe vor, von denen er fünf bedeutende gewann, darunter den Grand Prix in Chartres in Orgelspiel und Improvisation im Jahre 1971. Danach begann seine internationale Karriere als Konzertorganist, Improvisator und Pädagoge.
Von 1974 bis 1976 war Daniel Roth Artist-In-Residence am National Shrine of the Immaculate Conception und Orgelprofessor an der Catholic University in Washington (D.C.) Nach Professuren in Straßburg und an der Hochschule des Saarlandes für Musik und Theater in Saarbrücken (1988-1995) wurde er 1995 zum Professor für Orgelspiel und Improvisation an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main ernannt.
Zahlreiche Kompositionen von Daniel Roth für Orgel, Chor, Orchester und andere Besetzungen sind bei Bärenreiter, Schott, Novello, Leduc, u.a. erschienen. www.danielrothsaintsulpice.org

Helga Schauerte-Maubouet zählt zu den profunden KennerInnen und international bekannten InterpretInnen der französischen Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts mit Forschungs- und Publikationsschwerpunkt Jehan Alain, über den sie 1983 die erste deutschsprachige Biographie veröffentlichte. Sie entdeckte und erwarb zahlreiche unbekannte Autographe, Briefe und Photographien des Komponisten, die regelmäßig in Ausstellungen zu sehen sind. Sie ist u. a. Autorin des Handbuch Orgelmusik sowie mehrerer MGG-Artikel und ediert zurzeit die Urtext-Gesamtausgaben von Louis Vierne, Léon Boëllmann und Théodore Dubois (Bärenreiter), sowie Vokalwerke von Marc-Antoine Charpentier. Sie lehrt am Pariser Conservatoire Nadia et Lili Boulanger und ist Organistin an der Deutschen Evangelischen Kirche zu Paris. Im Jahre 2006 gründete sie in Pontaumur (Auvergne) eine jährlich stattfindende, J.S. Bach gewidmete Orgelakademie. Über dreißig Cd-Einspielungen (Motette, MKI, FSM, Bayard, Syrius), darunter das gesamte Orgelwerk von Dietrich Buxtehude und Jehan Alain, sowie Komponistenportraits von Buttstett, Corrette, Reger, Boëllmann, Dubois und Langlais dokumentieren die Interpretin als „ une excellente musicienne doublée d’une organiste remarquable“ (Jean Langlais, 1987). www.bach-cantatas.com/Bio/Schauerte-Helga.htm

Martin Schmeding, geboren 1975 in Minden/Westfalen, studierte in Hannover, Amsterdam und Düsseldorf Kirchenmusik, Musikerziehung, Blockflöte und Orgel (Konzertexamen), Dirigieren, Cembalo und Musiktheorie. Zu seinen Lehrern zählen u.a. Ulrich Bremsteller, Lajos Rovatkay, Dr. Hans van Nieuwkoop, Jacques van Oortmerssen und Jean Boyer. Während des Studiums war er Stipendiat der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ und gewann zahlreiche Preise bei Wettbewerben. Nach Lehraufträgen in Hannover, Leipzig, Weimar und Dresden ist er seit Herbst 2004 Professor für Orgel an der Hochschule für Musik Freiburg als Nachfolger von Prof. Zsigmond Szathmáry und leitet das Institut für Kirchenmusik der Hochschule. Rundfunk- und CD-Aufnahmen, Publikationen in Fachzeitschriften, Konzerte als Solist, Kammermusiker und mit Orchester im In- und Ausland und bei Festivals, das Unterrichten bei nationalen und internationalen Meisterkursen und die Tätigkeit als Wettbewerbsjuror, Dirigent und Komponist ergänzen sein künstlerisches Profil. 2009 wurde er mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste) ausgezeichnet, 2010 erhielt Martin Schmeding den Deutschen Musikpreis Echo Klassik 2010 als „Instrumentalist des Jahres“. www.martin-schmeding.de

Roman Summereder (* 1954 in Ried/Innkreis) war bereits als Kind als Organist tätig. Er schloss seine Studien in Wien an der Universität für Musik und darstellende Kunst (Kirchenmusik und Orgel bei Anton Heiller, Komposition bei Kurt Schwetsik) und in am Königlichen Konservatorium Brüssel in der Cembaloklasse von Robert Kohnen ab.
Ein besonderes Augenmerk seines Schaffens liegt in der Pflege alter Meister sowie der modernen Musik. Zahlreiche Uraufführungen säumen seinen Lebenslauf. Konzerte als Organist und Cembalist führten ihn an historische und moderne Instrumente in ganz Europa. Weiters ist seine umfangreiche Tätigkeit durch zahlreiche Platteneinspielungen belegt.
Von 1979 bis 1999 unterrichtete er an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Partiturspiel und Generalbaß bevor er 2002 zum Ordentlichen Professor der bereits seit 1999 von ihm geleiteten Orgelklasse wurde. Diese Tätigkeit wird durch Meisterkurse, Lesungen und Workshops europaweit ergänzt.

Joris Verdin studierte Orgel am Königlichen Konservatorium Antwerpen und Musikwissenschaft an der Universität Leuven. Derzeit ist Joris Verdin am Königlichen Konservato­rium (Musik-Hochschule Antwerpen) Professor für Orgel, außerdem wurde er für einen Kurs an die Uni­versität Leuven verpflichtet. Joris Verdins Repertoire ist breit gefächert, es umfasst sowohl ver­gessene Kompositionen alter Meister als auch zeitgenössische Werke.  Er kann auf verschiedener CD-Produktionen verweisen; im Mai 2000 bekam er der “Diapason d’Or” und im März 2001 der “Cecilia Preis” der Belgischen Musikpresse . Außerdem ist er Dozent an der "Académie Internationale d'Orgue de Rouen" (Frankreich) und Mitarbeiter des Göteborg Organ Art Center (Schweden). Neben diesen Aktivitäten komponiert Joris Verdin und engagiert sich auf dem Gebiet des Verlagswesens. www.jorisverdin.com

Harald Vogel gilt als eine führende Autorität auf dem Gebiet der Interpretation der deutschen Orgelmusik aus der Gotik, der Renaissance und der Barockzeit. Er ist Direktor der Norddeutschen Orgelakademie, die er 1972 mit dem Ziel gründete, die alte Spielweise auf den originalen Orgeln zu vermitteln. Harald Vogel hat in aller Welt konzertiert und an zahlreichen Instituten gelehrt, wodurch viele Organisten und Orgellehrer in ihrer Spielweise beeinflußt wurden. Seit 1994 lehrt er als Professor an der Hochschule für Künste Bremen. Harald Vogel trägt in seiner Tätigkeit für die Ev.-reformierte Kirche die Verantwortung für einen großen Teil der historischen Orgeln in Nordwestdeutschland. Als Orgelsachverständiger hat er viele Restaurierungs- und Neubauprojekte in aller Welt betreut, u. a. Stanford Memorial Church, Tokyo St. Paul, Göteborg Örgryte Kyrkan.
Unter seinen vielen Einspielungen nehmen die Aufnahmen historischer Instrumente, die für Radio Bremen zwischen 1961 und 1975 gemacht wurden und heute bereits einen wichtigen dokumentarischen Wert besitzen, eine besondere Stellung ein. Harald Vogel begründete 1981 das Dollart-Festival, das erste grenzüberschreitende Festival für Alte Musik in Europa. Als Autor hat er die grundlegenden Publikationen zu den „Orgeln in Niedersachsen" (Hauschild-Verlag, 1997) und zur „Orgellandschaft Ostfriesland" (SKN-Verlag, 1996) vorgelegt. Als Herausgeber führt er die Neuausgabe der „Tabulatura nova" von Samuel Scheidt in der Edition Breitkopf durch. www.organeum.com

Gerhard Weinberger erhielt seine Ausbildung bei Franz Lehrndorfer in den Jahren 1967 bis 1972 an der Hochschule für Musik und Theater München in den Fächern Orgel, Kirchen- und Schulmusik. 1971 war er 2. Preisträger im Fach Orgel beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als Chordirektor an der Basilika St. Lorenz in Kempten (Allgäu) wurde er 1974 an die Hochschule für Musik und Theater München berufen, wo er – ab 1977 auf einer Professur für Orgel – bis 1983 unterrichtete. Seit 1983 wirkt er als Professor für Orgel an der Hochschule für Musik Detmold und ist außerdem Leiter des Studiengangs Kirchenmusik. Seit 1984 nimmt er zusätzlich einen Lehrauftrag für Orgel an der Hochschule für Musik Würzburg wahr.Neben seiner Tätigkeit als Organist ist Gerhard Weinberger auch Herausgeber von Orgelmusik u. a. der ersten wissenschaftlichen Gesamtausgabe der Orgelwerke von Johann Ludwig Krebs und der Orgelwerke von Robert Schumann.

Wolfgang Zerer, geboren 1961 in Passau, erhielt seinen ersten Orgelunterricht vom Passauer Domorganisten Walther Schuster.
Ab 1980 studierte er in Wien (Orgel bei Michael Radulescu, Dirigieren bei Karl Österreicher, Cembalo bei Gordon Murray und Kirchenmusik). Weitere Studien führten ihn nach Amsterdam (Cembalo bei Ton Koopman) und nach Stuttgart (Kirchenmusik / Orgel bei Ludger Lohmann). Er war Preisträger verschiedener Orgelwettbewerbe (u.a. in Brügge und Innsbruck).
Nach Lehraufträgen in Stuttgart und Wien erhielt er 1989 eine Professur für Orgel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit 1995 ist er außerdem Gastdozent am Konservatorium Groningen/Niederlande.
Konzerte, Kurse, Jurytätigkeit und Aufnahmen führten ihn in die meisten Länder Europas, nach Israel, Japan, Südkorea und in die USA.
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